Busparkplatz Schönbrunn

Schönbrunner Schlossstraße 52
Ingenieursbüro Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH (FCP), 2019 Der 2019 eröffnete Bus- und PKW-Parkplatz beim Schloss Schönbrunn wurde zur Verlagerung der früheren Bushaltestellen direkt vor dem Schloss gebaut, um den Stau auf der Schönbrunner Schlossstraße wegen der haltenden Touristenbusse zu beenden und um den ungestörten Blick auf die Fassade freizugeben.
Die Anlage umfasst 48 Busstellplätze und ein Parkhaus mit 230 Pkw-Plätzen, weiters wurde die Wegführung von Parkplatz und U4 Station neugestaltet. Außerdem wurden zur Begrünung 300 neue Bäume gepflanzt.
Das ausgeschnittene Blattmuster der begrenzenden Metallwand nimmt Bezug auf das Muster der rotbraunen Polstermöbel im Arbeitszimmer von Kaiser Franz Joseph I. in Schönbrunn.
https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/neuer-busparkplatz-schloss-schoenbrunn-vom-blech-befreien_a1455968
Schönbrunner Schlosstheater

Schloss Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47
Das Schlosstheater Schönbrunn, ein Meisterwerk des Barocks, wurde 1747 unter Kaiserin Maria Theresia erbaut. Es zählt zu den ältesten Schlosstheatern Europas und ist bis heute ein bedeutender Ort für Musik und Theater in Wien.
Entworfen von Nikolaus von Pacassi, besticht das Theater durch seine elegante Architektur. Die Anordnung der Logen, die üppig verzierten Stuckarbeiten und das prächtige Deckengemälde schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Das Proszenium, der zentrale Bereich der Bühne, ist mit seinen reichen Verzierungen ein Blickfang und unterstreicht die Bedeutung des Theaters als Repräsentationsbau. 20 Jahre später wurde es von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg umgebaut und vergrößert.
Das Schönbrunner Schlosstheater war eng mit der Geschichte der kaiserlichen Hofoper verbunden. Hier wurden zahlreiche Opern und Ballette uraufgeführt. Das Theater spielte eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Habsburgermonarchie.
Im Jahr 2010 fanden umfangreiche Restaurierungen statt. Besonders hervorzuheben ist die Restaurierung des Deckengemäldes, das in seiner ursprünglichen Pracht wiederhergestellt wurde.
Heute ist das Schlosstheater Schönbrunn Teil der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und dient als Bühne für Studierende und renommierte Künstler.
Es ist ein eher kleines Theater mit rund 350 Sitzplätzen.
Außerhalb von Veranstaltungen ist das Theater nur im Rahmen besonderer Vereinbarungen zu besichtigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlosstheater_Sch%C3%B6nbrunn
Orangerie Schönbrunn / Zitrustage

Schloss Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47
Schönbrunn – „Orangerie und Treibobstgarten“, anonymer Kupferstich, 1826, davor ein Bitterorangenbaum
Die Orangerie in Schönbrunn öffnet seit dem Jahr 2000 jährlich ein Wochenende im Mai ihre Pforten zur Präsentation ihrer reichen Zitrussammlung. Es ist dies eine Gelegenheit, nicht nur das Orangeriegebäude, sondern auch den davorliegenden Orangeriegarten zu besuchen.
In der Barockzeit waren Zitrusbäume ein beliebtes herrschaftliches Statussymbol: Maria Theresia und Franz Stephan ließen die Große Orangerie in Schönbrunn bauen, damals mit 189 Metern Länge neben Versailles das größte barocke Gewächshaus der Welt!
Da die Zitrusfruchtbäume nicht winterhart sind, musste die Orangerie im Winterbetrieb beheizt werden. Eine „Rauchkanalheizung“, die nach dem Hypocausten-Prinzip funktioniert, wurde bereits im 18. Jahrhundert in die Große Orangerie eingebaut. Sie wird bis heute mit Holz aus dem Schlosspark beheizt.
Orangerie – Südfassade
Bis heute überwintern frostempfindliche Exoten in der Orangerie und werden im Frühjahr im Schlosspark aufgestellt: nicht nur im Orangeriegarten, sondern auch im Kronprinzengarten und im Schlosspark im Großen Parterre.
Die großen Fenster an der Südseite der Orangerie gewähren auch im Winter Sonnenlicht für die überwinternden Pflanzen.
https://www.schoenbrunn.at/ueber-schoenbrunn/der-schlosspark/rundgang/orangerie-und-cedrathaus
Schönbrunner Gelb

Barocke Sonnenuhr am Erzbischöflichen Schloss Ober St. Veit
Wolfrathplatz 1
Der Nordwindgott Boreas raubt die Nymphe Oreithya als seine zukünftige Gemahlin. Ein Motiv, das in der Barockzeit sehr gerne verwendet wurde, da es Raum für Dramatik gab: ein älterer geflügelter Mann (Boreas) fliegt mit der jungen hübschen Nymphe Oreithya durch die Lüfte. Es soll das Hereinbrechen von unvorhergesehenen Naturgewalten (kalter Nordwind) in die zivilisierte Welt symbolisieren und war damit als Mahnung an die Menschen für Außendarstellungen wie an einer Sonnenuhr gut geeignet.
Fenstergiebel mit Büste Auhofstraße
Ein Detail an einem dreigeschossigen späthistoristischen Zinshaus (1898 bis 1903): Die Fenster im ersten Stock sind identisch dekoriert mit gesprengten Fenstergiebeln mit einer mittigen Büste.
Beide Fassaden sind in einem Gelbton gehalten, der in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts eine „Modefarbe“ für Schlösser und andere Bauwerke wurde. Auch das vorher eher rosa-bräunlich getönte Schloss Schönbrunn wurde nach dem Umbau durch Pacassi 1748 in einem dunklen Ockergelb gestrichen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein etwas helleres „Schönbrunner Gelb“ zu einer Symbolfarbe für das Kaiserhaus und wurde sowohl bei öffentlichen als auch bei bürgerlichen Gebäuden gerne verwendet.
https://www.bda.gv.at/themen/restaurierwerkstaetten/labor/aktuelle-forschungsergebnisse/schoenbrunner-gelb.html
Villa Wustl

Die Villa Wustl wurde von Robert Oerley für den Unternehmer Richard Wustl an der Stelle der einstigen Villa Hügel errichtet.
Die repräsentative Villa mit der innovativen Lichtführung sollte die Ansprüche des erfolgreichen Großindustriellen erfüllen. Der klare, kubische Baukörper wird durch geschwungene Balkone und Terrassen aufgelockert. Die Fenster der Laterne über dem zweiten Obergeschoß beleuchteten die über alle Geschoße offene zentrale Halle. Oerley nahm mit der schlichten Klarheit seines Entwurfs die sachliche Formensprache der 30er Jahre vorweg. Der spätere Umbau der Villa in mehrere Einzelwohnungen zerstörte das ursprüngliche Raum- und Lichtkonzept.
Den beiden großen Mosaik-Pflanzenschalen im Eingangsbereich dienen insgesamt acht steinerne Schildkröten als Füße. Die Betonschalen greifen das fernöstliche Motiv der Schildkröte als Symbol der Beständigkeit und als Weltträgerin auf. Sie setzen einen farblichen und symbolischen Akzent vor der schlichten Fassade. Interessant ist die architektonische Querverbindung: Die gleichen Pflanzenschalen wurden 1908 bereits beim Haupteingang der Wiener Secession verwendet (dort mit bronzenen Schildkröten). Oerley war 1912/13 Präsident der Secession.
https://hietzing.at/kunst-kultur/page-geschichte.php?id=168
https://magazin.wienmuseum.at/zum-150-geburtstag-von-robert-oerley
Friedensstadt

Die Siedlung Friedensstadt liegt östlich des Lainzer Tiergartens im Bereich Lainzer Tor und reicht vom Hörndlwald im Norden bis zur Lainzerbachstraße im Süden und zum Bezirksteil Speising im Osten.
Im Herbst 1920 besetzten Kriegsinvalide ein damals in Niederösterreich gelegenes Areal im Lainzer Tiergarten. 1921 erhielten sie vom Staat die offizielle Siedlungsbewilligung. Zu den Siedlungen im ehemaligen Lainzer Tiergarten gehört neben anderen auch die Friedensstadt. Da die Friedensstadt vor 1938 nicht zu Wien zählte, war sie 1945-1955 wie der 25. Bezirk Teil der Sowjetischen Besatzungszone in Österreich. Seit 1956 gehört auch der Tiergarten zum 13. Bezirk.
Das Siedlerdenkmal zur Erinnerung an deren Gründung und Ausbau steht in der Friedenszeile, die parallel zur Hermesstraße verläuft. Heute bietet die Friedensstadt ein sehr vielfältiges Bild. Neben wenigen schlichten Häuschen, die seit ihrer Entstehung nur wenig verändert wurden, stehen großzügige Einfamilienhäuser und Villen.
https://hietzing.at/kunst-kultur/page-geschichte.php?id=357
Schulen

Volksschule Steinlechnergasse 5 – 7
Baumeister Matthäus Bohdal, 1908
Das Schulgebäude wurde als „Knaben Volks- und Bürgerschule“ errichtet und wird heute als gemischte Ganztagesvolksschule geführt. Am durch einen Balkon zusätzlich betonten Eingangsportal sind ins Auge fallende Figuren angebracht: links ein raufendes Bubenpaar, rechts ein braves bücherlesendes Paar – Abschreckung und Vorbild?
Otto-Glöckel-Schule
Veitingergasse 9
Errichtet 1933/34 durch das Wiener Stadtbauamt In dieser Schule aus der Zwischenkriegszeit wurden die Erkenntnisse, die seit dem Jahrhundertbeginn in der Schulgestaltung gewonnen wurden, umgesetzt: großzügige Lichtzufuhr in den Klassen und Gängen, geräumige Stiegenhäuser und sportgerechte Turnhallen nebst Turn- und Spielplätzen im Freien.
An der ansonsten flächig-nüchtern gestalteten Fassade ist der Eingangsbereich hervorgehoben: durch eine vorkragende Überdachung, braune keramische Fliesen und Terracotta-Figurenschmuck. Letzterer stellt die vier Jahreszeiten durch Putti mit entsprechenden Accessoires dar. In der Mitte ist das Wappen der Stadt Wien angebracht.
Otto Glöckel (1874–1935) gilt als Vater der Wiener Schulreform. Als Präsident des Wiener Stadtschulrates kämpfte er für eine chancengleiche und demokratische Schule für alle Kinder, unabhängig von der sozialen Herkunft. Er war ein Gegner der katholischen Privatschulen und ein Befürworter der Gesamtschule für 10- bis 14jährige. Der „Glöckel-Erlass“ schaffte den verpflichtenden Besuch des Religionsunterrichts und das Schulgebet ab. Außerdem führte er die Weiterbildung der Lehrkräfte und die Einbeziehung der Elternvereine ein. Frauen verschaffte er den unbeschränkten Zugang zu Universitäten (Erlass 1919).
https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Gl%C3%B6ckel
Zeitgenössische Bauten
In Hietzing wurde nicht nur in der Vergangenheit, sondern wird noch immer rege gebaut – zahlreiche moderne öffentliche Gebäude, Wohnhausanlagen und Einzelhäuser zeugen davon, teilweise mit innovativen Gestaltungen.
Moderne Ziegelfassaden

Einfamilienhaus Roland Rainer
Weidlichgasse 17
Architekt Roland Rainer, 1966/67
Das Gebäude am Ende der Weidlichgasse beeindruckt mit seiner Fassade aus alten Ziegeln, die sich an der Mauer entlang der Grundstücksgrenze fortsetzt. Auch die mit der Fassade bündigen Eckfenster verleihen dem Bauwerk einen unverwechselbaren Stil.
Der Architekt Roland Rainer (1910-2004) war einer der bedeutendsten österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Er wurde an mehrere Universitäten in Österreich und Deutschland berufen und leitete ab 1955 die Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
1958 bis 1962 war er oberster Wiener Stadtplaner. 1962 entstand daher ein Planungskonzept Wien, von dem auch viele Vorschläge verwirklicht wurden.
Seine bekanntesten Werke sind die Wiener Stadthalle (1958), die Gartenstadt Puchenau bei Linz (1963-2000), die Stadthalle Bremen (1964), die Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen (1965), das ORF-Zentrum auf dem Küniglberg (1968-1974), das Stadthallenbad Wien (1973-1974) neben vielen anderen.
Er erhielt auch zahlreiche bedeutende Auszeichnungen.
Das hier gezeigte Gebäude in der Weidlichgasse diente ihm als Wohnung und Atelier.
https://hietzing.at/kunst-kultur/page-geschichte.php?id=338
Bundesinstitut für Gehörlosenbildung
Maygasse 25
Architekt Manfred Rapf 1976 – 1982
1972 gewann der Architekt Manfred Rapf den Architekturwettbewerb für das neue Gebäude, das 1982 eröffnet wurde.
Der Gesamtkomplex des Bundesinstituts für Gehörlosenbildung besteht aus Kindergarten, Schule und Heim. Alle Gebäude wurden aus dem Oktogon entwickelt und zeigen eine einheitliche Sichtziegelfassade. Die Bauhöhe des Komplexes ist der Umgebungshöhe angepasst. Alle drei Baukörper sind durch Verbindungsgänge untereinander erschlossen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesinstitut_f%C3%BCr_Geh%C3%B6rlosenbildung
Wohnhausanlagen

Wohnhausanlage Kremsergasse
Architekten: Atelier 4 – Arch. Erblich, Hirschler, Scheufler, Veselinov, 1996
Die freifinanzierte Wohnhausanlage der SEG (Stadterneuerungs- und Wohnungseigentumsges.m.b.H.) Ecke Kremsergasse – Fleschgasse mit ca. 50 Wohnungen wurde 1996 fertiggestellt.
Sie besteht aus einer Randbebauung und verdichteten Flachbauten in Form von Atriumhäusern im Hof.
Wohnhausanlage Ghelengasse
Architekturbüro Helmut Wimmer, 2006
Diese Wohnhausanlage des Bauträgers ARWAG wurde 2006 vom Architekturbüro Helmut Wimmer geplant. Es befindet sich fast am Ende der Ghelengasse in der Nähe des St. Veiter Tors des Lainzer Tiergartens.
Der Architekt hat die Krümmung der Ghelengasse aufgenommen und in den Baukörpern weiter fortgesetzt.
Lainzer Tiergarten

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das seit dem 16. Jahrhundert private kaiserliche Jagdrevier öffentlich zugänglich gemacht und 1941 zum Naturschutzgebiert erklärt. Die Tiergartenmauer, unter Joseph II. errichtet, sollte die umliegenden Landwirtschaftsgebiete vor Wildschäden durch Wildschweine und Rotwild schützen.
Seit 1956 gehört der Lainzer Tiergarten zum Bezirk Hietzing und trägt mit 2340 ha den Hauptanteil daran, dass Hietzing nach Donaustadt der zweitgrünste Bezirk Wiens ist. (90 ha gehören seit dem Bau der Westautobahn und der dadurch notwendigen Schaffung von Ersatzflächen im Süden des Tiergartens jetzt zu Niederösterreich.)
Hubertuswarte
Auf der höchsten Erhebung des Lainzer Tiergartens, dem Kaltbründlberg (508m), 1937 errichtet, bietet der 22m hohe steinerne Turm einen guten Ausblick auf Wien und den Wienerwald.
Franz von Assisi Denkmal
Hinter der Hermesvilla in einem Obstbaumgarten gelegen, wurde die 1934 von Josef Josephu gestaltete Statue erst 2022 wieder an ihrem ursprünglichen Platz aufgestellt. Davor war sie 40 Jahre lang im Wiener Tierschutzverein untergebracht gewesen.
https://presse.wien.gv.at/2022/10/03/welttierschutztag-kulturstadtraetin-kaup-hasler-enthuellte-franz-von-assisi-statue-im-lainzer-tiergarten
Sogenannte „Kaisereiche“
Im Naturwaldreservat Johannserkogel stehen einige 400-jährige Eichen mit mehreren Metern Stammumfang.
Der Kaiser Akihito und seine Frau Michiko waren anlässlich ihres Besuches im Lainzer Tiergarten auch am alten Eichenbestand des Johannserkogels interessiert, es wurde eine spontane Führung organisiert und der Kaiser war von einem der Bäume besonders beeindruckt – diese Eiche trägt zur Erinnerung den inoffiziellen Namen „Kaisereiche“. Dieser Teil des Lainzer Tiergartens kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden, er ist seit 1972 eingezäunt, um den jahrhundertelang forstwirtschaftlich genutzten Bereich geschützt vor Besuchermassen wieder in einen Urwald rückzuverwandeln.https://www.wien.gv.at/freizeit/lainzer-tiergarten-urwaldreservat-johannser-kogel
Führungen in den „Urwald von morgen“ können über https://www.wien.gv.at/freizeit/lainzer-tiergarten-urwaldfuehrung vereinbart werden.
Der Gefleckte Schmalbock
Er ist einzige gelb und schwarz gestreifte bzw. gefleckte Bockkäfer. Er ernährt sich von Blütennektar und Pollen. Die Larven sind wie beim Alpenbock auf morsche, abgestorbene Bäume angewiesen, vor allem Eichen, Buchen, Birken oder Weißdorn.
Trazerberg
Angermayergasse 1
Der zwischen Lainzer Tiergarten und Rotem Berg gelegene Trazerberg ist wenig bekannt, wohl weil er nicht ein so ausgewiesenes Freizeitgebiet ist wie die benachbarten Hügel.

Aussichtsturm am Trazerberg
Der 277 m hohe Trazerberg ist ein Ausläufer des Wienerwalds im Westen Wiens. Es soll schon im Mittelalter hier einen Wachtturm gegeben haben, aber der gegenwärtige Turm ist erst seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert.
Auf dem Gelände stand seit den 1880er Jahren eine Villa, auf einem Situationsplan von 1893 ist der Turm eingezeichnet. 1923 baute die Familie Blum hier eine neue Villa, die in der NS-Zeit beschlagnahmt und für den Flugzeugbau umgewidmet wurde.
Nach der Restitution an die Familie Blum 1950 verkaufte diese das Gelände an das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft. Heute befindet sich dort die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Trazerberg
Gärtnerhaus der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Seminar- und Bürozentrum „Gärtnerhaus“
Entwurf: Team MAGK Architekten Aichholzer/Klein, 2024/25 Der Zubau zum ehemaligen Gärtnerhaus auf dem Gelände der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) auf dem Trazerberg ist ein Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen, errichtet von der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.)
Herzstück des 575 m2 großen Neubaus ist ein 120 m2 großer Seminar- und Besprechungsraum. Das Gebäude wurde in Holz- Hybridbauweise aus regionalem Fichtenholz auf den vorhandenen Stahlbetonkeller aufgesetzt. Zur Dämmung wurde Stroh sowie Schafwolle genutzt, Hanfauflagen für Strohbau-Akustikplatten sorgen für ein angenehmes Raumgefühl. Die Fassade ist mit Holzschindeln aus hartem Abschnittholz verkleidet.
Auf der begrünten Dachfläche befindet sich eine PV-Anlage, Heizung und Kühlung erfolgen mit Erdwärme. Der innovative, klimafreundliche Neubau entspricht konsequent dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft und verbindet die Werte der Hochschule: nachhaltiges Lernen und Lehre.
https://www.big.at/projekte/neubau-gaertnerhaus
Wienfluss

Graureiher
Graureiher findet man an den renaturierten Abschnitten des Wienflusses. Trotz ihrer Größe von fast einem Meter wiegen sie nur knapp zwei Kilogramm. Man sieht sie meist geduldig im seichten Wasser stehen und auf eine günstige Gelegenheit zum Fischfang warten.
Wienregulierung
Die Regulierung der Wien Ende des 19. Jahrhunderts war ein Mammutprojekt: eingebunden war auch die Anlage von Abwassersammelkanälen zu beiden Seiten der Wien (um den Donaukanal nicht zu verunreinigen), die Rückhaltebecken und der Bau der Stadtbahn. Die Anlage wurde für ein Jahrtausend-Hochwasser ausgelegt und erfüllte ihren Zweck – bis die Verbauung durch das Hochwasser im Herbst 2024 an ihre Grenzen stieß.
Um das Gewässer für Tier- und Pflanzenwelt wieder attraktiv zu machen und den Naherholungswert entlang des Flusses zu erhöhen, werden ab 2014 Teile des betonierten Flussbettes renaturiert. Begonnen wurde in Auhof, derzeit ist die Wien bis zur Brauhausbrücke renaturiert. Durch Stromschnellen und Dämme mit Durchlassöffnungen sollen die Fließgeschwindigkeit reguliert und tiefere Flussbereiche geschaffen werden.
https://presse.wien.gv.at/presse/2024/08/25/sima-pipal-leixner-naechster-wienfluss-abschnitt-wird-zum-naturjuwel
https://www.wien.gv.at/umwelt/wienfluss-umgestaltung
Alpenbock

Der Alpenbock (Rosalia alpina) ist ein besonders großer und prächtiger Vertreter der Familie der Bockkäfer.
Das „Alpen“ im Namen bekam er von seinem Erstbeschreiber, dem bekannten schwedischen Naturforscher Carl von Linné, der ihn 1758 in dem Schweizer Alpen gefunden hat.
Alpenböcke werden 15 bis 40 mm groß, die Fühler haben bei Weibchen etwa Körperlänge, Bei Männchen sind sie wesentlich länger. Die entwickelten Käfer sind flugfähig und leben nur etwa einen Monat.
Die Weibchen legen ihre Eier in abgestorbenes, noch nicht zersetztes Holz, bevorzugt von alten Buchen (siehe unterstes Foto). Die Larvenentwicklung dauert 2 bis 4 Jahre. Bei uns bleibt Totholz normalerweise nicht so lange liegen, gefällte Bäume werden zu Brettern verarbeitet, Scheite verbrannt. Dadurch ist der Alpenbock europaweit stark gefährdet und gilt in vielen Teilen Mitteleuropas als vom Aussterben bedroht. Heute ist er ein wichtiger Bioindikator für alte, naturnahe Buchenwälder und schließlich eine der am strengsten geschützten Insektenarten Europas.
Im Lainzer Tiergarten findet der Alpenbock ideale Lebensbedingungen. Zwar wird auch hier das Holz verarbeitet, doch durch eine naturnahe Bewirtschaftung, große Buchenbestände und ausreichend Totholz ist er hier im Juli häufig anzutreffen.
Da er nur Totholzbestände zur Eiablage nutzt, ist er kein Baumschädling.
https://www.noe-naturschutzbund.at/bro_alpenbock.html
Habichtskauz

Der Habichtskauz ist nach dem Uhu die zweitgrößte Eule Österreichs und galt hier seit Mitte des 20. Jahrhunderts durch Abschüsse und Verlust des alten Mischwaldbestandes als ausgestorben. 2009 wurde von der Veterinärmedizinischen Universität ein Wiederansiedlungsprojekt gestartet, im Rahmen dessen von 2011 bis 2018 auch im Lainzer Tiergarten Habichtskäuze aus Zuchtstationen freigelassen wurden. Mittlerweile sind auch Bruterfolge der freigelassenen Vögel zu berichten.
Einige Jahre lang konnte man in der Dämmerung von bestimmten Standplätzen im Lainzer Tiergarten aus die Habichtskäuze zur Jagd fliegen sehen.
https://habichtskauz.at/
