Wand links vom Eingang: Sakrales

Robert Mrkvicka
Fotos: Robert Mrkvicka

Wolfrathplatz 1

Die spätbarocke, römisch-katholische Kirche ist im Nordwesten mit dem ehemaligen Erzbischöflichen Schloss baulich verbunden.
Sie wurde 1260 und 1298 als Pfarrkirche urkundlich genannt, während der Türkenkriege beschädigt und später wiederhergestellt. Von 1742 bis 1745 wurde die Kirche umgebaut, mit Einbeziehung des bestehenden Chores, Turmes und Teilen des Langhauses. Die Krypta unter dem Chor wurde 1904 zugemauert und ist seit der letzten Innenrenovierung (um 2000) wieder vom Langhaus aus zugänglich.

Taufkapelle

Architekt: Hermann Bauer, 1994
1994 wurde anstelle der 1965 an der Nordseite des Langhauses errichteten Taufkapelle eine neue und größere nach Plänen des Hietzinger Architekten Hermann Bauer errichtet. Sie dient auch als Gottesdienststätte für die Werktage.
Die Decke ist eine gestufte, in Sichtbauweise ausgeführte Holzkonstruktion. Der halbkreisförmige, gemauerte Altarraum befindet sich mittig der verglasten Nordfassade und erhält indirektes, natürliches Licht von oben. Sowohl Altar als auch Ambo aus Wachauer Marmor sind ein Werk des Lienzer Künstlers Peter Niedertscheider. Das Taufbecken neben dem Altar stammt aus dem 19. Jahrhundert.
https://www.pfarre-oberstveit.at/pfarrchronik/307-geschichte-und-baugeschichte

Fotos: R. Bayer, R. Weichinger-Ehn
Fotos: W. Ehrendorfer, R. Mrkvicka

Auhofstraße 10

Die Pallottiner wurden im 19. Jahrhundert von Vinzenz Pallotti in Rom gegründet. Sie sind eine apostolische Lebensgemeinschaft, die nach Ordensregeln lebt, aber nicht an Ordensgelübde gebunden ist. Ihr können Geistliche und Laien angehören. Es gibt auch weibliche Pallottinergemeinschaften. In Österreich seit 1920 tätig, sehen die Pallottiner ihre Aufgabe in der Förderung des Laienengagements in der Kirche – Pfarrseelsorge, Jugendbetreuung, Organisation von Einkehrtagen u.ä.

Kapelle „Maria, Königin der Apostel“ im Pallottihaus

Architekt Robert Kramreiter, 1959/60

Von der Auhofstraße aus gesehen, fällt die trapezförmige Fassade mit der figuralen Darstellung des Pfingstwunders auf (die 12 Apostel mit Maria in der Mitte, der Heilige Geist in Gestalt von Feuerzungen und darüber schwebender Taube). An der Wand rechts davon das Betonglasfenster des Ostchors. Links vom Pfingstwunder steht ein Y-förmiger Glockenturm.
Im Vorraum und im Inneren ziehen die farbenprächtigen wandhohen Buntglasfenster den Blick auf sich (Robert Kramreiter/Hans Zeiler).
Einen der Seitenaltäre ziert ein Steinrelief mit Heiliger Dreifaltigkeit von Franz Barwig dem Jüngeren.
Da der Wiener Standort der Pallottiner an Mitgliederschwund litt – zuletzt lebte nur mehr ein 80-jähriger Mitbruder hier – ist das Pallottinerhaus in der Auhofstraße mittlerweile aufgelöst, die Kapelle wurde am 1. März 2026 (unter heftigem Protest der Gläubigen) profaniert. Nach Abschluss der Generalsanierung wird über die weitere Nutzung entschieden werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pallottihaus_(Wien)
https://www.ordensgemeinschaften.at/9886/profanierung-der-wiener-pallottikirche-erst-2026

Fotos: R. Mrkvicka, W. Stoiber

Auhofstraße 189
Architekten: Oswald Lindenbauer, Winfried Pichorner, 1989/90

Die neue Kapelle des St. Josef-Spitals ersetzte die alte Kapelle aus dem Jahr 1953.

Im lichtdurchfluteten Inneren wird der Blick vom Eingang gleich auf den Altar gezogen: er steht in dem rechtwinkelig erweiterten Chorraum des oktogonalen Kirchenraumes, vor einer durchscheinenden Fensterwand, und wird zusätzlich von einer Glaskuppel beleuchtet. Auch die kassettierte Decke läuft diagonal auf den Altar zu.
Die skulpturale Ausstattung stammt von Sepp Viehauser.

Die überlange Bronzeplastik des Heiligen Josef an der sonst nüchternen Außenfassade stammt von Erwin Huber. Die Kapelle ist über einen Verbindungsgang vom Krankenhaus zu erreichen.
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/St._Josef_Krankenhaus

Fotos: Wolfgang Ehrendorfer

Kardinal-König-Platz 1
Architekt Josef Lackner, 1966 – 1968

Diese Kirche kennen wahrscheinlich viele vom Vorbeifahren mit der Straßenbahn. Von der Lainzerstraße aus ist es ein unauffälliger niedriger Sichtbetonquader am Kardinal-König-Platz, hinter einer kleinen Grünfläche mit Bäumen. Im Inneren überrascht der weitläufige, lichtdurchflutete Innenraum, dessen Gestaltung dem 2. Vatikanischen Konzil verpflichtet ist:  Der Volksaltar steht als einfacher Tisch mittig im Raum, an drei Seiten von Sitzreihen umgeben, die vierte Seite bildet die Sakramentskapelle.
Die Wände sind aus Sichtbeton, kontrastiert durch die weiße und ockerfarbene Einrichtung.

Taufkapelle

Die auf das Wesentlichste reduzierte Taufkapelle enthält neben einem einfachen Kreuz an der Wand nur das Taufbecken aus Sandstein, das durch Licht von einem Oberlichtfenster akzentuiert wird.

Sakramentskapelle

Auch in der Sakramentskapelle herrschen Gegensätze: Wände und Tabernakelsäule sind aus Sichtbeton, der Altartisch und die Sitzreihen aus weiß lackiertem Stahlblech mit ockerfarbiger Auflage und der Boden ist mit ockerfarbigem Teppich belegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Konzilsged%C3%A4chtniskirche_Lainz-Speising